Überbackene Rotwein-Muschelnudeln gefüllt mit Wirsing

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Liebe Erben Gemeinschaft,

ich heiße Eva und blogge auf meinem Food- und Genussblog evchenkocht aus der schönen Pfalz über alles, was ich in meiner Küche so Leckeres koche, backe und brutzele. Meinen Blog und noch viel mehr Rezepte zum Nachkochen findet ihr hier

Ich freue mich sehr, dass ich gerade im noch grauen Januar ein bisschen Farbe auf unsere Teller bringen darf und diesen Monat hier zu Gast bei euch bin! Mehr über mich erfahrt ihr hier.

Gleich zu Beginn habe ich euch einen ganz bunten Teller mit Pasta und viel Gemüse mitgebracht – klingt jetzt erstmal nicht so spannend? Weit gefehlt – die Pasta ist nämlich nur für die Erwachsenen in Rotwein gegart, sodass sie eine tolle Farbe bekommen und gefüllt mit einer würzigen Wirsingfüllung sind. So macht auch Gemüse Spaß und ist ein echter Hingucker!

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Zutaten für die Pasta – für zwei Personen als Hauptgericht:

250 g große Muschelnudeln (auch bekannt als Conchiglie)

300 ml Rote Bete Saft (z. B. aus dem Reformhaus)

300 ml Erben Dornfelder Barrique

400 ml Wasser

2 TL Salz

Für die Füllung:

1/2 EL Butter

1 Schalotte

1/2 Kopf frischer Wirsing

100 ml Gemüsebrühe

4 EL Milch

150 g Ziegenfrischkäse (mild)

Schwarzer Pfeffer aus der Mühle zum Abschmecken

Salz zum Abschmecken

Frisch geriebene Muskatnuss zum Abschmecken

Zusätzlich:

2 kleine Rote Bete-Knollen (roh)

2 EL Olivenöl

schwarzer Pfeffer

Salz

1 handvoll geriebener, kräftiger Bergkäse zum Gratinieren

Zubereitung:

Zunächst für die Füllung die Schalotte schälen und dann fein würfeln. In einer großen Pfanne die Butter erhitzen und die Schalotte glasig dünsten. Den Wirsing putzen, waschen und abtropfen. Die dicken Mittelrippen und den Strunk des Wirsings entfernen und die Blätter in schmale Streifen schneiden. Die Wirsingstreifen nun in die Pfanne zu den Zwiebelwürfelchen geben und unter Rühren anbraten.

Nach ein paar Minuten mit der Gemüsebrühe ablöschen und die Blätter etwas zusammenfallen lassen. Den Wirsing vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Für die Füllung nun den Wirsing in einem geeigneten Gefäß mit der Milch und dem Ziegenfrischkäse mit einem Pürierstab gründlich pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Die abgekühlte Wirsing-Mousse nun in einen reißfesten Gefrierbeutel füllen – so lässt sich die Masse später besser in die Nudeln füllen.

Den Ofen auf 200 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.

Den Rote-Bete-Saft, den Rotwein und das Wasser in einen ausreichend großen Topf geben und zum Kochen bringen. Das Salz hinzufügen und die Pasta nach Packungsanweisung in ca. 8–10 Minuten bissfest kochen. Dabei immer mal wieder umrühren, sodass die Nudeln nicht ankleben und von allen Seiten „Farbwasser“ abbekommen.

Während die Pasta kocht, können die Rote-Bete-Knollen geschält und geputzt werden. Zum Schälen am besten Einmal-Gummihandschuhe tragen, da der Rote-Bete-Saft extrem stark abfärbt. Stiel- und Wurzelansatz der Bete wegschneiden und nun mit einem breiten Gemüsehobel oder einer Mandoline möglichst dünne Scheiben hobeln.

Eine große Auflauffform oder backofenbeständige Platte mit einem Esslöffel Olivenöl fetten. Die Rote-Bete-Scheiben nun fächerartig in dieser Form auslegen. Mit dem restlichen Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer bestreuen. Zwei Esslöffel des Nudelkochwassers aus dem Topf entnehmen und über die Scheiben träufeln.

Die Form nun für ca. fünf Minuten in den vorgeheizten Ofen geben, sodass die Rote Bete schon etwas vorgaren kann.

Nun die Nudeln abseihen und etwas abtropfen lassen. Jetzt jede Muschelnudel mit etwas Wirsingmasse füllen. Einfach den Gefrierbeutel an einer kleinen Ecke aufschneiden und so in jede Nudel spritzen.

Die so gefüllten Nudeln in die Auflaufform auf die vorgegarten Rote-Bete-Scheiben setzen und mit dem Käse bestreuen. Nun die Auflaufform wieder für 5–7 Minuten in den Ofen stellen, bis der Käse geschmolzen und die Pasta gratiniert ist.

Anmerkung: Dieses Gericht lässt sich prima vorbereiten, da die Füllung schon vorab hergestellt werden oder auch die ganze Auflaufform nochmals gekühlt und wieder erwärmt werden kann. Dann einfach kurz vor dem endgültigen Gratinieren erst den Bergkäse darüber geben und überbacken.

Guten Appetit!

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Zweierlei von der Gans (Gänsebraten) – mit Polenta-Bällchen, Coleslaw und Apfel-Rotweinsauce

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Eene jut jebratene Jans is ne jute Jabe Jottes

… verkündete mein aus Berlin stammender Vater jedes Jahr aufs Neue. Und es stimmt ja auch: Quer durch alle deutschen Landschaften ist die knusprige Gans zwischen St. Martin und Weihnachten nach wie vor Deutschlands liebster Festtagsbraten.

Dabei sind sich Feinschmecker und Gastrokritiker längst einig, dass Gänsefleisch zu fettig, zu hart und zu trocken – kurzum zu undelikat ist. Jede Poularde oder Ente sei die bessere Wahl. Hinzu kommt: In haushaltsübliche Backöfen passt das Federvieh kaum noch rein, für Singles und Kleinfamilien ist die Gans zu riesig und in Großfamilien gibt es zu viele Vegetarier und Buchweizen-Fundamentalisten, um sie mit Genuss verspeisen zu können. Auch das Tranchieren des stattlichen und heißen Vogels, der traditionell nach 21⁄2 Stunden bei 180° C auf den Tisch kommt, ist alles andere als einfach und das Braten der perfekten Gans immer ein fetttriefender Drahtseilakt zwischen zu kurzem und zu langem Garen, zwischen blutigem Zentrum und fürchterlich trocken-faserigem Gänsefleisch.

Das ist nun alles vorbei! Der Gänsebraten nach dem CULTURE FOOD Rezept ist aromatisch, wunderbar zart, völlig stressfrei zu kochen und funktioniert bei Saunatemperaturen nach dem Niedergar-Prinzip. Zeit ist das Einzige, was man benötigt. In diesem Fall dauert es 7–8 Stunden bei 80° C. Und weil der austrocknende Druck der Hitze fehlt und die Eiweißstoffe gerinnen, ohne dass das Wasser im Fleisch verloren geht, bleibt die Gans garantiert weich und saftig. Die Haut bekommen wir zum Schluss durch Übergrillen schön golden und knusprig.

Man sollte die Gans am Vortag oder über Nacht im Ofen garen, abkühlen lassen und portionieren. Besonders spannend wird dieses Rezept durch ein zusätzliches Stück lauwarme Gänsebrust, die über Buchenholz geräuchert wurde. Kartoffelklöße und Rotkohl, die in den meisten Küchen als unverzichtbare Beilage vorgeschrieben sind, ersetzen wir durch eine lockere Polenta in Panko-Panade und ein bekömmliches Coleslaw mit Rotkohl. Aber selbstverständlich können auch die leckeren Beilagen-Klassiker serviert werden – jeder so, wie er mag. Übrigens: Die Gans sollte unbedingt frisch geschlachtet und trocken gerupft sein. Bestenfalls ist sie am Vortag noch schnatternd durchs Maisfeld gewatschelt und wurde artgerecht mit viel Platz und natürlichem Futter aufgezogen. Also kommt sie vom Geflügelzüchter Ihres Vertrauens, vom Wochenmarkt oder vom Gourmet-Versand. Die aus dem Supermarkt sind massengezüchtet und tiefgefroren und taugen in der Regel nicht viel. Das nachfolgende Rezept sieht kompliziert und aufwendig aus, ist aber, wenn man es in Einzelschritte zerlegt, sehr einfach in der Zubereitung. Lediglich die Sauce verlangt etwas mehr Aufmerksamkeit …

REZEPT GÄNSEBRATEN (für 6–8 Personen)

Zweierlei Gans | Polenta Bällchen | Coleslaw | Apfel-Rotweinsauce
alternativ: Rotkohl und Kartoffelklöße

Zutaten für die Gans

1 frische Freilandgans, ca. 4–5 kg
1 ganze, kalt geräucherte Gänsebrust (beim Geflügelhänder vorbestellen)
4 mittelgroße Äpfel mit viel Säure
3 rote Zwiebeln (besonders gut eignen sich Höri-Bülle oder Roscoff)
optional: 5 junge Knoblauchzehen (ungeschält)
1 Bund Beifuß-Kraut
Fleur de Sel

(statt Knoblauch und Zwiebeln kann man in der Weihnachtszeit natürlich auch nur halbierte Äpfel und Orangen verwenden)

Zutaten für die Sauce

1 Zwiebel
1 große Tomate
1 Zweig Rosmarin
etwas Thymian
Innereien und Abschnitte von der Gans
400 ml Gänsefond (Hühnerbrühe geht auch)

400 ml Erben-Rotwein, am besten trockenen Spätburgunder
Salz und Pfeffer
Bratöl und Butter
ggf. etwas Wasser

Füllung aus gebratener Gans (ohne Beifuß) (ggf. Orangensaft)
1⁄2 TL Aceto Balsamico
1 TL Ahornsirup

Zutaten für den Krautsalat (Coleslaw)

Weißkohl
Rotkohl
Zwiebeln
Karotten

Coleslaw nach → diesem Rezept zubereiten und dabei die Hälfte des Weißkohls durch Rotkohl ersetzen.

Link http://www.culturefood.org/coleslaw/

Zutaten für die Polenta-Bällchen
Polenta Maisgries
japanisches Panko Paniermehl (im Asia-Laden)

Butterschmalz oder Bratöl

DIE GANS (8 Stunden)

Am Vortag

Schritt 1: Gans von eventuellen Federkielen befreien und überflüssiges Fett abschneiden. Da die Gans Fettpolster wie ein Walfisch besitzt, darf man hier großzügig abschneiden! Eventuell vorhandene Halsteile, Flügelknochen und Innereien (Gänseklein) werden ebenfalls entfernt und beiseite gelegt – sie sind Grundlage für die köstliche Sauce. Danach das Innere der Gans mit kaltem Wasser sehr gründlich ausspülen, die Haut gründlich abwaschen und kurz trockentupfen.

Schritt 2: Das Innere der Gans mit ca. 2 TL Fleur de Sel salzen. Äpfel gründlich waschen und halbieren, Zwiebeln halbieren, die Knoblauchzehen (sofern man welche verwendet) mit der flaschen Messerseite zerdrücken, den Bund Beifuß einmal in der Mitte kräftig knicken und die Gans mit diesen Zutaten prall befüllen. Dabei müssen die Äpfel, Zwiebeln und der Knoblauch vorher nicht geschält werden, was diesen Arbeitsschritt erleichtert und schnell macht.

Schritt 3: Den offenen Bauchteil der Gans mit einer Dressier- oder Rouladennadel so gut es geht verschließen, damit beim Garen und Wenden keine Füllung herausfallen kann. Dann die Gans von außen mit 1 EL Fleur de Sel einreiben und mit der Brust nach oben auf ein Backblech geben.

Schritt 4: Die Gans in den kalten Ofen schieben und die Temperatur auf 80° C einstellen. Mindestens 6 Stunden, besser 8 Stunden garen.

Tipp: Man könnte die Gans theoretisch auch in einem Römertopf garen. Aber weder habe ich je einen so großen Römertopf gesehen, in den eine 5 kg schwere Gans hineinpassen würde, noch würde dieser Topf in meinen Backofen passen. Ich habe allerdings sehr gute Erfahrung damit gemacht, die Gans mit einem (gewässerten) Römertopf-Deckel abzudecken und bilde mir ein, dass dadurch die Hitze gleichmäßiger auf den Braten einwirkt. Stolze Besitzer eines Konvektomaten oder Dampfgarers können darauf verzichten und steuern – wie bei einem Sauna-Aufguss – von Zeit zu Zeit etwas Feuchtigkeit bei.

Schritt 5: Die fertig gegarte Gans aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen. Füllung herausnehmen, Beifuß entsorgen, und die Äfpel und Zwiebeln für die Sauce beiseite stellen. Die Gans auf den Rücken legen und zuerst Flügel und Keulen abtrennen. Dann die Rippen am Rückgrat entlang und am Brustbein durchtrennen und an beiden Hälften die Brust und sonstigen Fleischteile mit Hilfe eines kleinen Küchenmessers vom Knochen lösen. Den austretenden Bratensaft unbedingt auffangen – wir benötigen ihn später für die Sauce. Das Gänsefleisch in portionsgerechte Stücke teilen und beiseite stellen. Wird die Gans erst am Folgetag gegessen, alles mit Frischhaltefolie abdecken und in den Kühlschrank stellen. Das im Backblech angesammelte Gänseschmalz durch ein Sieb gießen und kalt stellen, damit sich der Bratensatz absetzen kann. Den benötigen wir später ebenfalls noch für die Sauce.

Vor dem Servieren

Schritt 6: Den Ofen auf 225° C vorheizen, wenn möglich den Grill anschalten. Die Haut von den Gänsestücken vorsichtig abtrennen, in eine Schale mit Salzwasser tunken, auf einen Rost mit Backpapier legen und unter dem Ofengrill kross und golden ausbacken. Wenn der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist, nach ca. 5–15 Minuten – ständig kontrollieren – das Backblech aus dem Ofen nehmen, die krosse Haut abkühlen lassen und die Hautstücke beiseite stellen.

Schritt 7: Die geräucherte Gänsebrust in Scheiben oder Würfel portionieren und auf ein Backblech legen.

Schritt 8: Vor dem Servieren den Ofen auf 90° C vorheizen. Beilagen fertig machen und die Sauce nochmals kurz aufkochen. Das Blech mit den zimmerwarmen Bratenstücken und die krossen Hautstücke in den Ofen schieben (obere Schiene) und gerade so lange erhitzen, dass die Kerntemperatur des Fleischs 50° C beträgt – i.d.R. sind das 10–12 Minuten. Keinesfalls länger, sonst wird die Gans trocken. 5 Minuten vor dem Servieren auch das Blech mit den geräucherten Bruststücken in den Ofen schieben. Die Teller vorwärmen, den Krautsalat in Schälchen füllen, die Polenta-Bällchen anlegen, das ofenwarme Gänsefleisch mit etwas Sauce auf dem Teller anrichten, die knusprige Haut auf das Fleisch legen und sofort servieren. Die restliche Sauce separat in kleinen Krügen auf den Tisch stellen – jeder nimmt sich davon, soviel er will (wenn nichts übrig bleibt, war’s gut).

DIE SAUCE (3 Stunden)

Wie die Profis bereiten wir die Sauce nicht allein aus dem winzigen, unter Massen von Fett verborgenen Bratensatz zu, sondern separat. Als unverfälschter Bratensaft oder Natur-Jus wäre das wohl auch eine Möglichkeit, doch das ist eine andere Geschichte. Gänseklein, Flügelspitzen und Hals, zusammen mit der Gänsefüllung, Wein und Hühnerbrühe sind eine gute Grundlage.

Am Vortag

Schritt 1: Die Innereien in kleine Scheiben oder Würfel schneiden. Hals und Flügelknochen mit einer Geflügelschere oder einem Hackbeil zerkleinern, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech oder in einen Schmortopf geben und im vorgeheizten Backofen bei 220° C in etwa 30 Minuten knusprig (dunkel)braun braten. Beiseite stellen und ausgetretenes Fett entfernen.

Schritt 2: Zwiebel und Tomaten klein schneiden und zusammen mit Rosmarin, Thymian und etwas Bratöl in einem großen Topf anbraten. Sobald die Zwiebel zu bräunen beginnt, die Innereien hinzugeben, anziehen lassen, die gebackenen Flügel und Halsteile hinzugeben und dann mit Gänsefond oder Hühnerbrühe und dem Erben-Rotwein aufgießen und kräftig aufkochen lassen. Danach die Hitze reduzieren, einen Deckel auf den Topf setzen und 2–3 Stunden leise köcheln lassen. Dabei sollte alles mit Flüssigkeit bedeckt sein – andernfalls mit etwas Wasser auffüllen.

Schritt 3: Der Kochvorgang ist beendet, sobald sich das Fleisch vollkommen von den Knochen gelöst hat. Die so entstandene Flüssigkeit durch ein großes Spitzsieb in einen Topf oder in einen Glaskrug gießen und über Nacht kalt stellen, damit sich das Fett absondert. Der abschließende Kochvorgang für unsere Sauce findet am nächsten Tag statt.

Vor dem Servieren

Schritt 4: Das abgetrennte Fett entfernen. Die Sauce in einen Standmixer füllen (ggf. vorher leicht erwärmen, falls sie stark geliert ist). Die Apfel-Zwiebel-Füllung aus der Gans hinzugeben und – unter gelegentlicher Zugabe von etwas Rotwein oder Orangensaft – alles gut pürieren, bis eine sämige Flüssigkeit entstanden ist. Wer keinen Standmixer hat, kann auch einen Pürierstab verwenden. Die so entstandene Mischung erneut aufkochen und dann durch ein Sieb streichen.

Übrigens: Der Wein für die Sauce sollte idealerweise der gleiche sein, der zu diesem Festmahl auch später am Tisch serviert wird. Der Festtagswein „Erben Spätburgunder Reserve trocken“ ist hierfür genau der richtige. Seine feine Fruchtigkeit mit zurückhaltenden Kirsch- und Beerenaromen in der Nase, eine überraschend kühle Frucht mit trocken-fruchtigen Nuancen am Gaumen und ein leicht holziger Abgang harmonieren mit dem intensiven Aroma der Gans perfekt.

Das alles klingt ziemlich kompliziert und aufwendig, und, wir wollen uns da nichts vormachen, das ist es auch. Aber wir möchten ja keine grob-sämige Tunke servieren, sondern eine elegante, tiefgründige Sauce zu unserem Gänsebraten, die unsere Gäste begeistert. Der Aufwand lohnt sich also!

Schritt 5: Nun kommt das Finale: Die fertige Sauce muß in etwas Besonderes verwandelt werden. Aber wie? Für welche Geschmacksnuancen soll man sich entscheiden? Mit Portwein? Madeira? Mit Orangenzesten? Safran? Wacholder? Essig? Zimt? Es gibt unzählige Möglichkeiten. In der Praxis wird die Art der Gemüsebeilage den Ausschlag geben. An Weihnachten werde ich wohl eher zu einer Mischung aus Orangen, Zimt und Portwein neigen, diesmal aber schmecke ich lediglich mit etwas Aceto Balsamico, Salz, Pfeffer, dem getrennten Bratensatz vom Vortag und Ahornsirup ab.

Die Sauce ein wenig einkochen, mit Aceto, Salz, Pfeffer und Ahornsirup abschmecken und am Ende mit dem Schneebesen ein paar kalte Butterstückchen und 1 TL Gänseschmalz unterrühren. Dadurch erhält die Sauce nicht nur Glanz, sondern sie wird weicher und schön sämig. Crème fraîche oder Schmand kann man ganz zum Schluss ebenfalls hinzufügen, wodurch die Sauce heller und geschmacklich leichter wird.

Die Beilagen

Apfel-Rotkohl (mit einem halbtrockenen Erben-Rotwein und Nelken gekocht) und Klöße sind für viele die Idealpartner zur Gans – an ihrer Zubereitung hat sich in den letzten Jahrzehnten nichts geändert. Daher muss ihre Zubereitung an dieser Stelle nicht weiter erklärt werden.

Nicht nur deutlich leichter und bekömmlicher, sondern auch kulinarisch abwechslungsreicher sind Polenta und Coleslaw. Der Krautsalat wird nach → diesem Rezept zubereitet, wobei in diesem Fall Apfel und Sellerie einfach durch Rotkohl ersetzt werden.

Link http://www.culturefood.org/coleslaw/

Aus der gekochten Polenta (Wasser, Milch, Salz, Muskatnuss und Maisgries) werden, sobald sie abgekühlt ist, kleine Bällchen geformt, die in Panko-Panade gewälzt und dann ausgebacken werden.

Sofern man über eine Friteuse verfügt, ist das in 5 Minuten erledigt. Andernfalls werden die Polenta-Bällchen in einer großen Pfanne mit Bratöl oder Butterschmalz ausgebacken.

Semmelbrösel gehen natürlich auch, aber das japanische Panko-Mehl ist knuspriger, lockerer und luftiger als handelsübliches Paniermehl.

Gutes Gelingen und guten Appetit!

Bauernente mit Rotwein aus dem Tontopf

 

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Liebe Erben Gemeinschaft,

ich bin Cyriacus vom Blog www.culturefood.org und freue mich, diesen Monat hier Gast sein zu dürfen! Im Oktober spielt allseits die Martinsgans eine große Rolle und ist hier in der Erben Gemeinschaft ja bereits zu einer kleinen Tradition geworden. Ich darf euch in der kommenden Zeit mit Rezeptideen rund um das beliebteste Gericht zum Martinsfest versorgen und freue mich auf euere Eindrücke und Meinungen! Mehr über mich erfahrt ihr hier.

Zwischen Kombi-Steamern, Induktionsherden, Etagenbacköfen mit integrierter Mikrowelle, Temperatursensoren und TFT-Touchdisplays feiert in unseren High-Tech-Küchen ein urtümliches Kochgeschirr sein Comeback: der Römertopf. Damals, in den Siebzigern, war dieser Tontopf schwer in Mode, galt aber in den Folgejahren als altbackenes, spießiges Relikt der Hausfrauenküche und geriet in Vergessenheit. Zu Unrecht! Denn Kochen im Tontopf ist in Wirklichkeit sehr zeitgemäß und obendrein gesund und verblüffend einfach.

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Das Zubereiten von Gerichten in Tontöpfen hat eine lange Tradition. Eine uralte Kochmethode war, große Fleischstücke in Lehm einzupacken und diese direkt in der Glut zu garen. Die marokkanische Tangia und Tajine, die spanische Greixonera, die elsässische Baeckeoffe und die provenzalische Daubière basieren alle auf dem gleichen Prinzip.

Ob knusprige Braten, saftige Kalbshaxen, Lammkeulen, Kaninchen, Enten, Gänse oder Coq au Vin – im Römertopf gelingt das Essen immer, der Backofen bleibt sauber, nichts brennt an und nichts läuft über, wenn man drei Grundregeln befolgt:

  • Der Tontopf muss 10-15 Minuten gewässert werden
  • Der Ofen wird NIE vorgeheizt, sondern man stellt den gefüllten Topf stets in den kalten Ofen
  • Während des Garens darf man den Topf NIE öffnen

Das Beste aber ist: Die Zubereitung ist genial einfach und dauert keine fünf (!) Minuten. Und während das Fleisch langsam gart und sich ein wunderbarer Duft in der Küche ausbreitet, hat man ganz viel Zeit, um den Tisch zu decken, die Beilagen zu kochen, das Dessert vorzubereiten und ein Gläschen ERBEN Wein zu trinken.

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Passend zu den kühlen Temperaturen gibt es diesmal eine saftige Bauernente mit Rotwein-Jus und Gemüse. Zu diesem Gericht passen die Rotweine von Langguth ERBEN besonders gut, z. B. der Erben Spätburgunder Reserve trocken aus dem Eichenholzfass oder der ERBEN Inspiration Abendsonne Spätburgunder halbtrocken. Um die Zeit beim Kochen zu überbrücken, haben wir auch noch eine Flasche Erben Sauvignon Blanc kaltgestellt ;-))

Achten Sie beim Einkauf darauf, dass das Geflügel von hoher Qualität ist, artgerecht gehalten und vor allem trocken gerupft wurde. Die Ente muss sich glatt und trocken anfühlen. Tiefgefrorene Enten aus der Geflügelfabrik, die erst in heißes Wasser getaucht und dann maschinell nass oder mit Wachs gerupft werden, haben eine weiche Haut, die nicht mehr so schön kross wird.

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REZEPT BAUERNENTE MIT ROTWEIN-JUS  (für 2–4 Personen)

mit Gemüsezwiebeln und Kartoffelpüree 

  • 1 trocken gerupfte Bauernente, ca. 2 Kilo
  • Fleur de Sel
  • 1 Rosmarin-Zweig
  • 1 Bund Blattpetersilie
  • optional: 3 junge Knoblauchzehen (ungeschält)
  • 3 Zwiebeln (besonders gut eignen sich Höri-Bülle oder Roscoff)
  • 1 kleiner Apfel mit schöner Säure (ohne Kerngehäuse)
  • 100 ml trockener Rotwein
  • 100 ml süße Sahne oder Crème Double

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Schritt 1  Römertopf wässern. Ente von eventuellen Federkielen befreien und überflüssiges Fett abschneiden.

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Schritt 2  Die Sehnen an den Keulenenden durchtrennen – so kann sich während des Garens das Muskelfleisch zurückziehen und die Keulen bleiben kompakt und saftig.

Schritt 3  Die Ente innen und außen mit Fleur de Sel einreiben, dann mit der Petersilie, einem Rosmarin-Zweig, den Knoblauchzehen und Zwiebeln sowie dem Apfel prall füllen. Apfel, Knoblauch und Zwiebeln müssen zuvor nicht geschält werden. Wer keinen Knoblauch mag, lässt ihn einfach weg.

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Schritt 4  Ente in den Tontopf legen, mit dem Deckel gut verschließen und in den kalten Ofen stellen. Temperatur auf 200° C einstellen und 1:45 h garen. Zeit für ein Gläschen Erben Sauvignon Blanc und zum Vorbereiten der Beilagen.

Schritt 5  Nach 1:45 h den heißen Topf aus dem Ofen nehmen, die Brühe und das ausgetretene Fett in einen Topf abgießen. Die Ente mit etwas Fett übergießen und im unteren Teil des Tontopfes wieder in den Ofen stellen, um sie noch einmal 15 Minuten zu braten. Dabei wird die Haut schön knusprig.

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Schritt 6  Währenddessen die abgegossene Flüssigkeit in den Kühlschrank stellen, damit sich der Fond für die Natursaft-Sauce vom Entenschmalz so schnell wie möglich trennt.

Den Römertopf aus dem Ofen nehmen, mit dem Deckel abdecken und beiseite stellen. Die im Ton gespeicherte Hitze hält die Ente warm, ohne dass sie weiter gart.

Schritt 7  Das fest gewordene Entenschmalz vorsichtig vom Saft trennen und beiseite stellen. Den Saft mit etwas ERBEN Rotwein und süßer Sahne (oder Crème Double) aufkochen und mit einem Pürierstab oder im Mixer kräftig aufschlagen.

Schritt 8  Die Ente aus dem Topf nehmen, auf einer vorgewärmten Platte anrichten und mit den weichen Zwiebeln und der Sauce servieren. Wer mag, kann bereits in der Küche das Brustfleisch und die Schenkel trennen und anrichten.

Dazu passt Karoffelpüree und knackiges Gemüse, z. B. kurz blanchierter Romanesco oder gegrillte Karotten. Puristen servieren die Ente nur mit ihrem Naturjus, den weichen Zwiebeln und etwas Püree.

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Für das Kartoffel-Püree die mehlig kochenden Kartoffeln geschält und gewürfelt gut ein bis zwei Stunden kalt wässern, das Wasser dabei zweimal wechseln damit sie viel Stärke verlieren! Anschließend im Salzwasser kochen, abgießen und gut ausdampfen lassen, dann heiße Milch und kalte Butter unterrühren, fertig!

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Tipp: Ente aus dem Römertopf kann man deftig und in größeren Portionen servieren, natürlich auch in der traditionellen Weise mit Klößen und Rotkraut. Im Rahmen eines mehrgängigen Menüs serviert man bessert kleinere Portionen mit wenigen Beilagen.

Weinempfehlung: Zur Ente wählt man häufig trockene Rotweine aus Frankreich oder Italien. Ganz bestimmt ist dies keine schlechte Empfehlung. Ich serviere in diesem Fall einen ERBEN Spätburgunder Reserve 2014, der eine große Eleganz und Finesse aufweist. Wer halbtrockene Weine bevorzugt: Auch der ERBEN Inspiration Abendsonne Spätburgunder halbtrocken rundet dieses Gericht bestens ab.

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Gutes Gelingen und einen ebenso guten Appetit!

Hallo Herbst! Heute kochen wir eine Kürbissuppe mit Parmesan-Chips

Liebe Erben Gemeinschaft,

wenn die Tage kürzer werden, beginnt die Kürbiszeit. Mit ihren leuchtenden Farben versprühen sie ein wohliges Spätsommergefühl. Für Kürbissuppe verwende ich am liebsten Hokkaido-Kürbis, da er nicht mehr geschält werden muss und sein Fleisch sehr saftig und fruchtig schmeckt.

Den nötigen Kick bekommt die Suppe durch die Parmesan-Chips, die in wenigen Minuten selbst gemacht sind. Dazu reibst du einfach den Käse und vermengst ihn mit gehackten Kürbiskernen und Gewürzen nach Wahl. Im Ofen werden die Parmesan-Chips nur circa 7 Minuten gebacken, bis sie knusprig-braun und zum Anbeißen lecker sind.

Hast du anschließend noch Parmesan übrig, will so ein hochwertiges und teures Lebensmittel richtig gelagert sein. Lagere Käse immer kühl, verpackt und dunkel. Unverpackt würde er austrocknen und sein Aroma verlieren. Der ideale Ort dafür ist das Gemüsefach deines Kühlschranks. Zum Verpacken benutze Käsepapier, wie es an der Käsetheke verwendet wird. Frag einfach bei deinem nächsten Einkauf nach ein paar extra Käsepapieren. Die Käsefachverkäufer sind da immer gern behilflich.

Käsepapier hat innen eine Klarsichtfolie, die den direkten Kontakt mit Sauerstoff verhindert. Außen sorgt die Papierschicht dafür, dass Sauerstoff durchgelassen wird, der Käse also atmen kann. Bei Klarsichtfolie wäre das nicht der Fall. So aufbewahrt, ist zum Beispiel Parmesan mehrere Wochen im Kühlschrank haltbar.

Zutaten: Kürbissuppe mit Parmesan-Chips (für 4 Personen):

  • 1 kleiner Hokkaido-Kürbis (500 g)
  • 3 mittelgroße Kartoffeln
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chili
  • Frische Petersilie
  • 40 g Ingwer
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Kürbiskernöl
  • 1 Schuss Weißwein
  • Salz, Pfeffer, Zucker, Muskat
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 100 g Parmesan
  • Eine Handvoll Kürbiskerne
  • 4 Stiele Thymian

Zubereitung: Kürbissuppe mit Parmesan-Chips (für 4 Personen):

  • Den Kürbis halbieren, mit einem Löffel entkernen und in grobe Stücke schneiden.
  • Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken.
  • Die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden.
  • Einen großen Topf heiß werden lassen, dann das Olivenöl zugeben und die Zwiebeln und den Knoblauch anschwitzen, dann den Kürbis, die Kartoffeln und den Ingwer zugeben.
  • Die Chili fein hacken und zusammen mit 2 Stielen Thymian ebenfalls zugeben.
  • Jetzt mit einem kräftigen Schuss Weißwein ablöschen und kurz reduzieren lassen.
  • 1 Liter heiße Gemüsebrühe aufgießen, alles eine halbe Stunde köcheln.
  • In der Zwischenzeit den Backofen vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auskleiden.
  • Den Parmesan reiben, die Kürbiskerne fein hacken und die verbleibenden Thymianblättchen zupfen. Alles in eine Schüssel geben und gut vermengen.
  • Jetzt diverse Häufchen von der Parmesan-Kürbiskernmasse mit einem Löffel auf dem Backblech verteilen.
  • Bei 200 Grad für 7–8 Minuten im Ofen backen und anschließend auskühlen lassen.
  • Zum Schluss die Suppe pürieren und mit Salz, Pfeffer, Zucker und Muskat abschmecken.
  • Die Suppe in einer Schale mit den Parmesan-Chips und etwas Petersilie und Kürbiskernöl anrichten.
    Guten Appetit!

Käseplatte mit Birne-Ingwer-Chutney

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Liebe Erben Gemeinschaft,

ich bin Melanie vom Blog www.das-kaesewerk.de und freue mich, diesen Monat hier Gast sein zu dürfen! Denn im September darf ich euch mit in die Welt des Käse nehmen und an meiner über 10-jährigen Erfahrung teilhaben lassen. Mehr über mich erfahrt ihr hier.

Kommen wir zu meinem ersten Rezept:

Einen geselligen Abend mit Freunden mit einer Käseplatte ausklingen zu lassen, ist schon wirklich etwas Feines. Die Variationsmöglichkeiten sind vielfältig und für jeden Geschmack ist etwas Passendes dabei.

Ideal ist ein Arrangement von 4 Käsesorten. Dabei wählt ihr beispielsweise einen Weichkäse, einen Hartkäse, einen Blauschimmelkäse und einen halbfesten Schnittkäse aus. Auch bei der Wahl der Milchsorte folgt ihr eurem individuellen Geschmack. Probiert verschiedene Milchsorten von der Kuh, der Ziege oder vom Schaf aus. Die unterschiedlichen Konsistenzen und Milchsorten machen eure Käseplatte noch interessanter.

Dann kommt es noch auf die richtige Menge und Reihenfolge der Präsentation an. Ist die Käseplatte der Hauptgang, so plant ca. 170 g Käse pro Person ein. Ist die Käseplatte der Dessertgang, dann rechnet mit ca. 80 g Käse pro Person. Nehmt den Käse idealerweise 30 Minuten vor dem Servieren aus der Kühlung, damit er sein volles Aroma entfalten kann. Arrangiert den mildesten Käse auf der Platte auf 12 Uhr und die jeweils intensiver schmeckenden nachfolgend im Uhrzeigersinn.

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Die passenden Beilagen runden eure Käseplatte geschmacklich und optisch perfekt ab. Mischt süße und salzige Beilagen wie:

  • Saucen: Feigensenf, Chutneys, Balsamico-Creme, Ahornsirup, Honig
  • Frisches Obst: Weintrauben, Apfelspalten, Birnenspalten, geviertelte Feigen
  • Getrocknetes Obst und Nüsse: Aprikosen, Pflaumen, Datteln, Walnüsse
  • Knackiges Gemüse der Saison
  • Brot: frisches Baguette, Grissini-Stangen, salzige Cracker

Jetzt im September haben gerade Birnen Saison. Probiert dieses leckere Rezept für ein fruchtig-scharfes Birne-Ingwer-Chutney aus:

Zutaten Birne-Ingwer-Chutney:

  • 1 Zitrone
  • 1 kg mittelreife Birnen
  • 30 g Ingwer
  • 200 g Zucker
  • 200 ml Weißweinessig
  • Chili
  • 4 Stiele Thymian
  • 2 Prisen Salz

Zubereitung Birne-Ingwer-Chutney:

  • Die Birnen schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Mit dem Saft einer ausgepressten Zitrone mischen, damit sie nicht braun werden.
  • Den Zucker flüssig werden lassen, bis er hellbraun ist. Dann mit dem Weißweinessig ablöschen und auf mittlerer Hitze köcheln, bis alles flüssig ist.
  • Den Ingwer schälen und fein hacken und zusammen mit den Birnen, dem Chili, den Thymian-Stielen und dem Salz in die Zucker-Essig-Mischung geben.
  • Alles auf mittlerer Flamme ca. 45 Minuten köcheln. Die Thymian-Stiele entfernen.
  • Anschließend direkt in sterile Schraubdeckelgläser füllen.

Gerade zu sehr intensivem Blauschimmelkäse passt dieses fruchtige Chutney sehr gut.

Folgende Käsespezialitäten habe ich dazu ausgewählt:

  • Parmigiano Reggiano – italienischer Hartkäse aus Kuhmilch
  • Manchego mit Rosmarinrinde – spanischer Hartkäse aus Schafsmilch
  • Delice de Cremieux – französischer Weichkäse aus Kuhmilch mit 75 % Fettgehalt. Dieser schmeckt herrlich sahnig-buttrig.
  • Morbier – französischer halbfester Schnittkäse aus Kuhmilch. In der Mitte hat er eine feine Pflanzenascheschicht. Er schmeckt mild-würzig.

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Dazu passt ein ERBEN Riesling. Gerade zu Käsesorten mit Kräuterrinde harmoniert dieser hervorragend. Habt ihr einen Blauschimmelkäse ausgewählt, so ist auch eine ERBEN Spätlese sehr zu empfehlen, weil sie durch die Süße die Intensität des Käses mildert. Zu Blauschimmelkäse besser keinen Rotwein genießen, denn durch diese Kombination entsteht ein unangenehmer, metallischer Nachgeschmack.

Bon appétit!

Pfirsich-Vanille-Weißwein-Sherbet

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Liebe Erben Gemeinschaft,

noch einmal habe ich die Ehre, euch eine meiner Eiskreationen vorstellen zu dürfen. Ich bin so froh, dass ich dank Erben mit der Kombination Wein und Eis herum experimentiert habe, denn es ist ein Knaller-Sherbet dabei herausgekommen.

Dieses Pfirsich-Vanille-Weißwein-Sherbet gehört ab jetzt definitiv zu meinen liebsten Eis-Sorten. Probiert es mal! Der Sommer stattet uns ja auch noch mal einen Besuch ab … da schmeckt selbst gemachtes Eis natürlich um so besser.

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Ich liebe es, saisonale Zutaten in meiner Küche zu verwenden.

Momentan bin ich der größte Fan von weißfleischigen Bergpfirsichen. Allerdings ist es sehr wichtig, dass sie schön reif sind, dann wird das Sherbet auch wunderbar aromatisch.

Vielleicht fragt ihr euch jetzt, was eigentlich der Unterschied zwischen Sorbet und Sherbet ist. Ganz einfach: Sorbet besteht eigentlich nur aus Früchten, Wasser und Zucker, wobei ein Sherbet auch mit einem kleinen Schuss Sahne oder Crème fraîche verfeinert wird. Trotzdem ist ein Sherbet nicht so cremig wie ein Sahneeis, sondern eher erfrischend und leicht, wie ein Sorbet.

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Sahne und Vanille heben den Geschmack der Pfirsiche und sind in Kombination mit Weißwein ein absolutes Träumchen. Ich habe für das Rezept den Erben Riesling Halbtrocken verwendet.

Man sagt ja gerne, dass man den Wein, den man im Rezept verwendet, auch zum Essen trinken sollte. Klar! Passt perfekt. Meine Empfehlung ist sogar, beides zusammen zu genießen.

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Dieses Sherbet macht sich unglaublich gut in einer gekühlten Weißweinschorle!

Dafür einfach eine große Kugel Sherbet zur Schorle geben, fertig ist der erfrischende Sommer-Cocktail.

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Es schäumt auch so schön, sobald das Sherbet auf die prickelnde Schorle trifft!

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Natürlich kann man sich das Sherbet auch einfach pur zum Dessert oder als kleine Nachmittagserfrischung schmecken lassen.

So wird´s gemacht:

 

Pfirsich-Vanille-Weißwein-Sherbet

Zutaten:

  • 350 g weißfleischige Bergpfirsiche
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 100 ml Weißwein
  • Mark von 1/2 Vanilleschote
  • 100 ml Schlagsahne
  • 70 g Zucker

Zubereitung:

  1. Die Pfirsiche entkernen und die Haut abziehen. Fruchtfleisch zusammen mit Weißwein, Vanillemark und Zitronensaft pürieren.
  2. Zucker und Sahne in einem kleinen Topf unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat (nicht kochen!), abkühlen lassen,
  3. Kaltes Sahne-Zuckergemisch unter das Fruchtpüree rühren. Im Kühlschrank gut durchkühlen lassen. In der Eismaschine zu Sorbet gefrieren lassen. Vor dem Servieren noch einige Stunden im Tiefkühler nachfrieren.

Guten Appetit!

Ich wünsche euch noch einen wunderbaren Spätsommer mit ganz vielen Sonnenstrahlen und natürlich leckerem Eis.

Ich hoffe, der kleine Ausflug im meine süße Welt der liebsten Eisrezepte hat euch Spaß gemacht. Falls ja, würde ich mich freuen, euch auch mal auf meinem Blog www.feiertaeglich.de begrüßen zu dürfen. Dort sammele ich meine persönlichen Glücksmomente und es gibt 1–2 mal wöchentlich neue Rezepte und Ideen.

Schön, dass ich hier zu Gast sein durfte.

Alles Liebe,
Eure Sarah

 

Rosé-Sommerbeeren-Popsicles – eisgekühlter Weißherbst

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Liebe Erben Gemeinschaft,

heute habe ich ein neues Eis-Rezept für euch dabei.

Ich hoffe, ihr habt alle schon eine große Portion des Schokoladeneises genossen!? Es schmeckt ja auch bei kühleren Temperaturen.

Denn so richtig sommerlich war es in den letzten Tagen nicht. Zumindest hier in Hamburg konnte man schon den Eindruck bekommen, der Herbst sei eingekehrt. Aber es wäre doch gelacht, wenn wir uns von dem Wetter die Laune verderben lassen würden! Mit diesen erfrischenden Popsicles holen wir uns einfach den Sommer zurück.

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Und das geht ganz schnell & einfach. Sommerbeeren, Minze und zart-rosaner Weißherbst vereinen sich in fruchtig-frischen Eispops. Ihr könnt dafür eure Lieblingsbeeren verwenden oder ganz bunt mischen, wie ich es getan habe. Wichtig ist, dabei die frische Minze nicht zu vergessen. Sie harmoniert perfekt mit Beeren und Wein.

Diese Wine-Pops sind nur was für Erwachsene – das darf ja auch mal sein! Denn sie können natürlich für einen kleinen Schwips sorgen. Wie wäre es denn, einfach mal mit Eis anzustoßen?

Perfekt für den Mädelsabend oder als spannender Aperitif für die Sommerparty!

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Die Eis-Pops müssen rechtzeitig ins Gefrierfach. Wein friert nämlich nicht ganz so schnell durch wie normale Flüssigkeit und wird während des Gefriervorgangs auch nicht ganz so hart. Sorgt also dafür, dass die Popsicles mindestens 18 Stunden Zeit haben um fest zu werden und dass sie nach dem Servieren direkt verputzt werden!

Sehen sie nicht hübsch aus, die Kleinen? Na, wenn diese Wine-Pops die Sommerlaune nicht zurückholen, dann weiß ich auch nicht!

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Rosé-Sommerbeeren-Popsicles (6 Stück)

So wird´s gemacht:

Zutaten:

  • Eisformen & Holzstiele
  • 3 EL Zucker
  • 5 EL Wasser
  • 150 ml Erben Weißherbst, lieblich
  • 1 kleine handvoll Blaubeeren
  • 1 kleine handvoll Himbeeren
  • 10 Erdbeeren
  • 2 Stiele frische Minze
  • 2 Rispen rote Johannisbeeren

Zubereitung:

  1. Zucker in einen kleinen Topf geben, Wasser einrühren und so lange erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Abkühlen lassen.
  2. Kalten Zuckersirup mit dem Wein verrühren.
  3. Beeren waschen, trocken tupfen. Johannisbeeren von den Stielen abstreifen, Erdbeeren vom Grün befreien und halbieren. Minzblättchen von den Stielen zupfen. Nun die Eisförmchen nach Belieben mit den Beeren und Minzblättchen füllen. Weinmischung auf die Beeren gießen und in jedes Förmchen vorsichtig einen Stiel stecken.
  4. Mindestens über Nacht gefrieren.

Prösterchen und lasst es euch schmecken!

Bis bald & alles Liebe,
Eure Sarah

 

 

 

 

 

Zartbitter-Schokoladen-Eis mit Kardamom – ein perfekter Begleiter zu Rotwein

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Liebe Erben Gemeinschaft,

Ich freue mich sehr, hier zu Gast sein zu dürfen! Denn ich darf euch im August hier begleiten und möchte ein paar leckere Eisrezepte mit euch teilen. Alle Rezepte haben irgendetwas mit Wein zu tun. Lasst euch überraschen.

Erstmal möchte ich mich natürlich bei euch vorstellen. Mein Name ist Sarah Renziehausen und ich betreibe den Blog www.feiertaeglich.de. Wie der Name bereits erahnen lässt, sammle ich dort kleine & große Glücksmomente, mit denen ich jeden Tag zu einem Fest werden lassen möchte. Diese Momente sind häufig kulinarisch. Ich lebe in der schönen Stadt Hamburg und bin hauptberuflich freiberufliche Designerin für Packaging- und Corporate Design. 

Nun aber wieder zurück zum Thema: Feiern. Ja, wir wollen noch mal den Sommer feiern! Wir hoffen wohl alle, dass wir noch einen wunderschönen Spätsommer bekommen werden. Und was gehört zum Sommer? Genau … Eis! Ohne Eis ist es kein richtiger Sommer, jedenfalls nicht in meiner Welt.

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Den Anfang macht direkt die Königsdisziplin. Ich möchte euch mein Rezept für super cremiges & schokoladiges Zartbitter-Kardamom Eis verraten.

Dieses Eis ist der perfekte Begleiter zu trockenem Rotwein. Ihr müsst das probieren! Rotwein und Schokolade sind ja sowieso ein Traumpärchen. Das Schokoladeneis enthält beste Zartbitter-Schokolade mit 70 % Kakaoanteil. Hier spielt die Qualität der Schokolade wirklich eine Rolle. Kardamom sorgt für einen spannenden Geschmackstwist, der nur ganz am Rande mitschwingt. Es ist insgesamt nicht so süß, aber extra cremig.

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Ich empfehle einen großen Löffel kaltes Schokoeis auf der Zunge zergehen zu lassen und direkt danach einen Schluck Rotwein zu genießen. Und immer abwechselnd weiter so … Wow! Ich wette mit dieser Dessertkombi könnt ihr eure Gäste wirklich verzaubern. Gut dazu passt der Erben Dornfelder Barrique.

Die Zubereitung des Eises ist nicht schwer und braucht nur etwas Liebe. Damit dieses Eis perfekt gelingt, gilt es unbedingt ein paar wenige Kleinigkeiten zu beachten. Wichtige Kleinigkeit Nr. 1 sind beste, frische Zutaten, von der Schoki, über die Eier bis hin zur Vollmilch – das Beste ist für unser Eis gerade gut genug.

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Kleinigkeit Nr. 2: Achtung, nicht zu heiß! Bei der Zubereitung darf die Eiermilch nicht kochen. Mit etwas Geduld rührt man sie so lange, bis sie andickt. Das kann schon mal gute 15 Minuten dauern. Wenn sich Eier und Milch dabei wieder trennen und ausflocken, müsst ihr leider von vorne anfangen. Keine Angst, das passiert schon nicht!

Kleinigkeit Nr. 3: Am besten und cremigsten wird dieses Eis mit einer Eismaschine. Ich empfehle dringend eine solche zu benutzen. Falls ihr keine habt, könnt ihr die Masse auch einfrieren und alle Stunde durchrühren, bis das Eis fertig gefroren ist.

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Und so wird´s gemacht:

Zutaten:

  • 250 ml Rahm
  • 100 g Zartbitterschokolade (70 % Kakaoanteil)
  • 3 EL Kakaopulver
  • 1 EL brauner Rum
  • 250 ml Vollmilch
  • 60 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 3/4 TL Kardamom, gemahlen
  • 4 Eigelb

Zubereitung:

  1. Rahm in einem kleinen Topf erhitzen. Nicht kochen! Schokolade in Stücke brechen und unter Rühren in der heißen Sahne schmelzen. Kakaopulver einrühren und so lange mit dem Schneebesen weiter rühren, bis sich der Kakao vollständig vermischt hat. Etwas abkühlen lassen, dann den Rum dazu geben.
  2. In einem zweiten Topf die Milch zusammen mit Zucker, Salz und Kardamom unter Rühren bis zum Siedepunkt erhitzen. Ebenfalls nicht kochen! Vom Herd nehmen. Eigelbe kurz verquirlen und mit dem Schneebesen in die heiße Milch einrühren.
  3. Nun die Eimilch so lange unter ständigem Rühren erhitzen, bis sie eindickt. Achtung, nicht kochen lassen. Sobald die Masse eingedickt ist, durch ein Sieb zu der Schokomasse passieren und unterheben.
  4. Mit Frischhaltefolie abgedeckt mehrere Stunden kühlen, am besten über Nacht.
  5. Die gut gekühlte Masse in der Eismaschine nach Gebrauchsanweisung gefrieren lassen. In vorgekühlten Behälter geben und nochmals einige Stunden nachfrieren.

Lasst es euch schmecken!

Seid ihr schon gespannt, was es als Nächstes gibt? So viel sei bereits verraten: Bei meiner nächsten Eiskreation wird´s fruchtig.

Bis bald & alles Liebe,
Eure Sarah

 

All-time-favorite: Gurkensalat

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Liebe ERBEN Gemeinschaft,

es gibt nichts Leckereres als einen Gurkensalat.

Es gibt nichts Heimtückischeres als einen Gurkensalat.

Isso.

Im ersten Moment denkt man: Tja, Gurkensalat, das ist doch keine große Zauberei. Gurke in Scheiben schneiden, Dressing dazu – und fertig gewuppt ist das Ganze.

Leider nein, leider gar nicht.

Eine frische Schlangengurke ist fürchterlich lecker und so herrlich erfrischend, aber sobald man sie zu einem Salat verarbeiten möchte, neigt sie plötzlich zu anstrengender Divenhaftigkeit. Man muss wissen: Eine Gurke besteht zu über 95 % aus Wasser. Weil viele trotzdem einfach drauf los hobeln – und sich nicht, wie die Lebensmittelindustrie, mit Chemie behelfen –, ist Gurkensalat häufig eine fade, suppige, geschmacksarme Angelegenheit. Wenn man es richtig machen will, hat man also zwei Möglichkeiten:

  1. Man entfernt das Kerngehäuse der Gurke (also den inneren, weichen Teil).
  2. Man knetet etwas Salz in die Gurkenscheiben – das entwässert – und gießt das Wasser anschließend ab.

Ich bin da immer etwas unentschieden. Lösung 1 produziert Abfall, wenn man den inneren Teil nicht essen mag, Lösung 2 ist etwas umständlich. Ich entscheide also je nach Laune.

Wo ich aber nicht, nie und niemals mit mir reden lasse: Das Dill-Dressing! Dill und Gurke passen einfach zusammen wie nichts anderes.

Am allerallerallerwichtigsten ist jedoch, dass ihr eine wirklich gute Gurke kauft. Am besten aus dem eigenen Garten oder vom Hofladen. Lasst die labberigen Dinger mit den weichen Enden links liegen. Die Gurkenzeit ist jetzt, im Hochsommer, die Gurken sind dick und prall und warten darauf, von euch zu köstlichen Salaten verarbeitet zu werden.

So ein Gurkensalat passt ja auch zu fast allem. Vor allem aber zu einfachen Kartoffelgerichten (Kartoffelpü, Salzkartoffeln, Pellkartoffeln) und Spiegelei oder paniertem Fischfilet. Dazu ein schönes Glas Weißwein – vielleicht ja den ERBEN Grauburgunder trocken, der passt ideal zur Hausmannskost – und das Abendessen ist gerettet.

Klassischer Gurkensalat mit traditionellem Dill-Dressing

Rezept für 2–4 Portionen

Zutaten

1 schöne, feste Schlangengurke

2–5 Zweige Dill (je nachdem, wie dillig ihr es mögt)

1,5 EL Olivenöl

2 EL Kräuteressig oder weißer Balsamico

1 EL Zucker

1–2 EL Wasser

1 kleine Zwiebel

Salz

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Gurke in dünne Scheiben schneiden oder (viel besser!) hobeln. Mit Salz bestreuen und sanft verkneten; anschließend in ein Sieb geben und dieses über der Spüle oder einer Schüssel ca. 10 Minuten abtropfen lassen. In der Zwischenzeit das Dressing zubereiten.
Dill waschen und trocken schütteln, fein schneiden. Zwiebel in feine Würfel schneiden. Beides mit Öl, Kräuteressig, Wasser, Zucker, wenig Salz (denkt dran, da ist schon welches an der Gurke) und Pfeffer in einem alten Einmachglas mit Deckel kräftig miteinander durchschütteln.

Gurken erneut sanft ausdrücken, aber nicht übertreiben. In eine Schüssel geben, das Dressing darüber gießen und mit üblichem Salatbesteck unterheben.

Sofort servieren! Guten Appetit!

Im Juni wird gegrillt! Wir beginnen mit einem saftigen Rumpsteak

Liebe Mitglieder der ERBEN Gemeinschaft,

ich bin Thorsten vom Foodblog „BBQPit““und ich freue mich, dass ich euch als Gastblogger im Juni begrüßen und über meine Leidenschaft – das Grillen – schreiben darf. Seit 2013 blogge ich über das wunderbare Thema BBQ und freue mich, meine Erfahrungen mit meinen Lesern zu teilen. Mehr über mich erfahrt ihr hier.

Kommen wir zu meinem ersten Rezept:

Geräucherte Rumpsteaks mit Thymian

Ein klassisches Rumpsteak grillen ist nichts Besonderes. Doch habt ihr schonmal ein Steak geräuchert? Eine sanfte Rauchnote passt perfekt zu einem herzhaften Stück Fleisch. Was man dafür braucht ist ein Grill mit Deckel (zum Beispiel ein Kugelgrill) und Räucherholz-Chips. Es bieten sich Obsthölzer wie Apfel und Kirsche an, die für einen dezenten Rauchgeschmack sorgen. Wer es intensiver mag, kann auch Buche oder Hickory nehmen. Und wer die Chance hat, an Räucherholz von alten Wein- oder Whiskyfässern zu kommen, der sollte das unbedingt mal ausprobieren.

Für 4 Personen werden folgende Zutaten benötigt:

  • 4 Rumpsteaks (möglichst 3–4 cm dick geschnitten)
  • ein Bund Thymian
  • Salz
  • Pfeffer
  • eine Hand voll Räucherchips nach Wahl

Der Kugelgrill wird für eine Zwei-Zonen-Glut vorbereitet. Dabei glüht man einen Anzündkamin voll Holzkohlebriketts durch und schüttet die Briketts auf eine Hälfte des Kohlenrostes, sodass man auf einer Hälfte des Grills direkt über der Glut grillen und im anderen Bereich indirekt grillen kann. Wenn der Grill bereit ist und eine Temperatur von etwa 200–250 Grad hat, ölt man die Steaks leicht ein (wenn sie einen hohen Fettanteil haben, kann man sich das Einölen auch sparen) und salzt sie großzügig. Salz kann man bedenkenlos vor dem Grillen auftragen, denn das sorgt für eine schöne Kruste. Pfeffern sollte man erst nach dem Grillen, da die hohe Hitze dafür sorgt, dass der Pfeffer verbrennt und bitter wird.

Die Rumpsteaks werden dann auf den Grillrost über die Glut gelegt und etwa 2 Minuten je Seite gegrillt, bis sie Röstaromen und ein schönes Grillmuster angenommen haben. Anschliessend legt man die Steaks in den indirekten Bereich des Grills, gibt etwas Thymian auf die Steaks, legt das Räucherholz direkt auf die Glut und schließt sofort den Deckel des Grills. Durch die Lüftungsschieber des Grills steigt sofort der
Rauch auf, da die Räucherchips sofort anfangen zu glimmen und für einige Minuten Raucharoma an das Fleisch abgeben. Die Steaks werden jetzt, je nach Dicke, etwa 5–10 Minuten auf die gewünschte Kerntemperatur gezogen (in diesem Fall 54 Grad Celsius für medium rare). Wer sich nicht ganz sicher mit den Kerntemperaturen ist, sollte ein Grillthermometer verwenden, um die Temperatur zu überprüfen.

Wenn die Steaks die gewünschte Kerntemperatur erreicht haben, nimmt man sie vom Grill und lässt die Steaks kurz ruhen, bevor man sie anschneidet. Je nach Geschmack würzt man jetzt nochmal mit etwas Salz und Pfeffer.

Ein guter Wein darf zu einem guten Steak natürlich nicht fehlen! Ich empfehle euch den ERBEN Spätburgunder im Eichenholzfass – ein mittelkräftiger Rotwein, der es mit dieser Kombination gut auf sich nehmen kann. Sein feiner Körper harmoniert gut mit den Räucheraromen im Fleisch, zusätzlich kitzelt er die feinen Aromen des Thymians wunderbar aus dem Gericht.

Und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Grillen und einen guten Appetit!