Knusper-Pizza mit Pastinake, Haselnüssen und Thymian

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Liebe Erben-Gemeinschaft,

gerade jetzt, wo es (zumindest gefühlt) nochmal richtig knackig kalt draußen ist, braucht mein Körper Seelenfutter!

Ein Essen, das einfach richtig glücklich macht, lecker ist und man dafür am besten nicht noch Stunden in der Küche stehen muss. Mein letztes Rezept, das ich euch hier mitgebracht habe, war ja zugegebenermaßen ein bisschen aufwändiger, aber es gibt auch einfach diese Tage, da muss es schnell gehen! Egal, ob man nach Feierabend nicht mehr so viel Zeit hat oder keine Lust … Da hab ich heute was für euch :-)

Es gibt eine leckere Knusper-Pizza mit Pastinaken, gerösteten Haselnüssen, Thymian und einem Hauch Honig! Knusprig-krosser Boden, cremiger Belag, ein schöner Crunch mit den Haselnüssen und eine tolle Geschmackskombination der nussigen Pastinake mit Thymian und dem Honig. Klingt ungewöhnlich, schmeckt aber MMHHHH …!

Weiter unten im Rezept erfahrt ihr, wie easy-peasy das ist!

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Die Pastinake (auch so ein Wintergemüse der Marke „optisch unscheinbar“), ist eines meiner liebsten Gemüse in der kalten Zeit! Von der Verwendung her ist sie vergleichbar unkompliziert wie eine Karotte, aber sie hat so ein mildes-nussiges Aroma! Hier auch der Vergleich zu ihrer Schwester, der Petersilienwurzel (rechts im Bild), die ihr von weitem doch recht ähnlich ist, aber wesentlich bleicher daherkommt …

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Hier mein Rezept für euch:

Knusper-Pizza mit Pastinake, Haselnüssen und Thymian

Rezept für zwei Personen als Hauptgericht in einer rechteckigen Tarteform:

1/2 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal
etwas Fett für die Form
100 g Crème fraîche
1/2 EL Milch
1 Handvoll Haselnüsse
1 Pastinake (ca. 175 g)
1 kleines Bund frischer Thymian
1 EL Honig
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Salz

Zubereitung:
Die Pastinake mit dem Sparschäler schälen und den Blätteransatz wegschneiden. Nun die Pastinake in möglichst dünne Scheiben schneiden bzw. mit einem Gemüsehobel hobeln.

Den Ofen auf 200° Ober-Unterhitze vorheizen. Einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Die Pastinakenscheibchen für ca. 4 Minuten im Wasser blanchieren, bis sie weich sind. Sofort mit einer Siebkelle abseihen und gut abtropfen lassen. Die Scheiben mit Küchenkrepppapier trocken tupfen.

Nun die gewünschte Form gründlich fetten. Ich habe eine Tarteform mit herausnehmbarem Boden in der Größe 35×12 cm verwendet. Alternativ kann die Pizza aber auch einfach auf einem mit Backpapier belegten Backblech backen.

In die gefettete Form nun den Blätterteig legen und etwas andrücken. Die Seiten, falls sie überstehen etwas einrollen. Die Crème fraîche mit der Milch glattrühren und nun die Pizza damit gleichmäßig bestreichen.

Die Haselnüsse grob hacken. Die Blättchen von den Thymianzweigen abstreifen.

Nun die vorgekochten Pastinakenscheiben auf der Pizza verteilen. Die gehackten Haselnüsse und die Thymianblättchen darüber streuen.

Nun die Pizza für ca. 15–20 Minuten auf mittlerer Schiene backen. In den letzten Minuten den Honig darüberträufeln.

Die Pizza, sobald sie knusprig und fertig gebacken ist, aus dem Ofen nehmen und sofort servieren.

Guten Appetit!

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Lauwarmer Rosenkohlsalat mit Linsen-Apfeldressing und karamellisierten Walnüssen

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Liebe Erben-Gemeinschaft,

nachdem wir so langsam im neuen Jahr angekommen sind, hat natürlich längst jeder so seine guten Vorsätze gefasst (mancher vielleicht schon verworfen). Oder wie sieht es bei euch aus?

Nach so vielen Feiertagen, an denen man so schön geschlemmt hat, habe ich aber auch mal wieder große Lust auf ein bisschen was Grünes – so mit Vitaminen ;-) Aber nicht, dass wir jetzt hier einfach nur einen simplen Salat essen. Heute gibt’s nämlich einen lauwarme Rosenkohlvariation mit einem Linsen-Apfeldressing und karamellisierten Walnüssen. Schön winterlich, aber trotzdem wird man auf jeden Fall satt!

Du magst keinen Rosenkohl? Dann teste mal diesen Salat! Rosenkohl kann nämlich viel mehr, als nur schnödes, verkochtes Beilagengemüse sein, wie man es vielleicht als Kind schon nicht mochte!

Das Gute an diesem Rezept: Das Dressing lässt sich prima vorbereiten, sodass ihr euch nur noch um die Walnüsse und den Rosenkohl kümmern musst! Das ist zugegeben ein bisschen Arbeit, da für den Salat die Blättchen gebraucht werden, aber es ist ein echt tolles Geschmackserlebnis, das ihr ausprobieren müsst!

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Zutaten für vier Personen als Beilage:

500 g Rosenkohl (ungeputzt gewogen)

1 Prise Zucker

1 Schalotte

1/2 EL Olivenöl zum Anbraten

100 g Pardina- oder Belugalinsen

300 ml Gemüsebrühe

1 Handvoll Walnusskerne

1 gehäufter Esslöffel Zucker

1 kleiner Apfel (säuerliche Sorte, z. B. Braeburn)

1 EL Zitronensaft

3 EL Olivenöl

3 EL Apfelessig

1 EL mittelscharfer Senf

Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Salz zum Abschmecken

1 Handvoll Walnusskerne

1 gehäufter Esslöffel Zucker

1 EL Butter

Zubereitung:

Den Rosenkohl waschen und putzen. Hierbei die äußeren, unansehnlichen Blätter und den Strunk unten wegschneiden. Nun die einzelnen Blättchen ablösen und beiseite legen.

Zunächst die Schalotte schälen und möglichst fein würfeln. In einem kleinen Topf das Olivenöl zum Anbraten erhitzen und die Schalottenwürfel darin glasig dünsten. Nun die Linsen zugeben, ganz kurz unter Rühren mitrösten und dann sofort mit der Gemüsebrühe ablöschen. Auf keinen Fall während des Kochens Salz zugeben – das würde sich negativ auf die Kochzeit auswirken oder die Linsen würden gar nicht weich. Die Linsen in ca. 30 Minuten gar kochen.

Nun für die karamellisierten Walnüsse eine Pfanne ohne Zugabe von Fett erhitzen. Darin die Walnusskerne von allen Seiten anrösten, sodass sie zu duften beginnen. Die Kerne aus der Pfanne nehmen. Nun den Zucker hineingeben, schmelzen und karamellisieren lassen. Das geht sehr flott – also unbedingt nur unter permanenter Aufsicht. Sobald der Zucker karamellisiert ist, die Walnusskerne dazugeben, kurz durchschwenken, sodass alle Nüsse mit dem Karamell in Berührung kommen und sofort auf ein Stück Backpapier geben und abkühlen lassen. Vorsicht, das Karamell ist sehr heiß, auch wenn es schon nicht mehr in der Pfanne ist.

Sobald das Karamell abgekühlt ist, einfach grob hacken und beiseite stellen.

Nun den Apfel waschen, entstrunken und in möglichst kleine Würfel schneiden. Sofort mit dem Zitronensaft beträufeln, sodass er nicht oxidiert. Aus dem Olivenöl, dem Apfelessig und dem Senf ein Dressing mixen.

Einen ausreichend großen Topf mit Salzwasser und einer Prise Zucker zum Kochen bringen. Hier nun die Rosenkohlblättchen darin für ca. 2–3 Minuten blanchieren, abseihen und sofort unter fließendem, kalten Wasser abschrecken. Die Rosenkohlblätter gründlich abtropfen lassen.

Die gar gekochten Linsen abseihen. Die Linsen mit dem vorbereiteten Dressing vermischen. Die Apfelwürfel unterheben. Das Linsen-Apfeldressing mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Einen Esslöffel Butter in einer Pfanne schmelzen lassen und die Rosenkohlblättchen kurz darin schwenken. Die Rosenkohlblätter nun auf vorgewärmten Tellern verteilen, mit dem Linsen-Apfeldressing beträufeln und mit den karamellisierten Walnüssen bestreut servieren.

Guten Appetit!

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