Heute im Fokus: Salatsaucen und Dressings

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Liebe ERBEN Gemeinschaft,

Saucen und Dressings gehören gar nicht so sehr zu meinen Stärken. Ich kann ziemlich viele Dinge in der Küche aus dem Handgelenk, weiß genau, wann ein Kuchen fertig, genug Salz an der Pasta und die Kartoffel gar ist. Bei einem Dressing, vor allem auch bei Salatdressings, muss ich mich stur ans Rezept halten, weil sonst was ganz Unausgewogenes, Seltsames dabei herauskommt. Gar nicht in Frage kommt das Kaufen von Fertigdressings. Habt ihr euch mal angeguckt, was die da alles reinmischen? Also mal ganz abgesehen davon, dass immer viel zu viel Fett und Zucker enthalten ist – pfui! Das muss nicht sein. Deswegen lieber selbst machen!

Gerne teile ich aber mit euch meine Standardrezepte, die ich mir im Laufe der Jahre zusammengesammelt habe. Die einzigen Küchenutensilien, die ihr dazu braucht, sind ein Teelöffel, ein Esslöffel und: Ein Einmachglas mit Schraubdeckel, in dem ihr die Zutaten miteinander ordentlich schütteln könnt (Mix it, Baby!). So emulgiert alles perfekt miteinander, und nebenbei sieht das auch noch richtig lässig aus.

Die Rezepte reichen immer für ca. einen mittelgroßen Kopfsalat.
Dressing à la Mama

So macht meine Mama seit Jahrzehnten ihr Dressing für gute, deutsche Blattsalate und ich hatte nie was daran zu meckern.

2 EL Öl
2 EL Essig (z. B. Kräuteressig)
1 EL Zucker
1 Zwiebel
Salz
Pfeffer

Ideal zu: Kopfsalat, Romanasalat, Eichblattsalat, aber auch Gurkensalat oder Salat von Roten oder Weißen Bohnen
Honig­-Senf-­Dressing

2 EL Weißweinessig (oder heller Balsamico)
1 TL mittelscharfer Senf
1 EL flüssiger Honig
2 EL neutrales Öl, z. B. Sonnenblumenöl

Ideal zu: eher herben Salate (Endivien, Rucola) mit Hähnchenbrustfilet oder auch Lachs
Joghurt­-Dressing (wenig Fett, viel Geschmack)

3 EL Joghurt
2 EL Rotweinessig
1 EL Kräuter, z. B. Petersilie oder Schnittlauch
1 TL Senf
1 TL Olivenöl
1 TL Zucker

Ideal zu: milden Salatsorten, passt aber auch zu Kartoffel­ oder Pastasalaten

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren!

All-time-favorite: Gurkensalat

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Liebe ERBEN Gemeinschaft,

es gibt nichts Leckereres als einen Gurkensalat.

Es gibt nichts Heimtückischeres als einen Gurkensalat.

Isso.

Im ersten Moment denkt man: Tja, Gurkensalat, das ist doch keine große Zauberei. Gurke in Scheiben schneiden, Dressing dazu – und fertig gewuppt ist das Ganze.

Leider nein, leider gar nicht.

Eine frische Schlangengurke ist fürchterlich lecker und so herrlich erfrischend, aber sobald man sie zu einem Salat verarbeiten möchte, neigt sie plötzlich zu anstrengender Divenhaftigkeit. Man muss wissen: Eine Gurke besteht zu über 95 % aus Wasser. Weil viele trotzdem einfach drauf los hobeln – und sich nicht, wie die Lebensmittelindustrie, mit Chemie behelfen –, ist Gurkensalat häufig eine fade, suppige, geschmacksarme Angelegenheit. Wenn man es richtig machen will, hat man also zwei Möglichkeiten:

  1. Man entfernt das Kerngehäuse der Gurke (also den inneren, weichen Teil).
  2. Man knetet etwas Salz in die Gurkenscheiben – das entwässert – und gießt das Wasser anschließend ab.

Ich bin da immer etwas unentschieden. Lösung 1 produziert Abfall, wenn man den inneren Teil nicht essen mag, Lösung 2 ist etwas umständlich. Ich entscheide also je nach Laune.

Wo ich aber nicht, nie und niemals mit mir reden lasse: Das Dill-Dressing! Dill und Gurke passen einfach zusammen wie nichts anderes.

Am allerallerallerwichtigsten ist jedoch, dass ihr eine wirklich gute Gurke kauft. Am besten aus dem eigenen Garten oder vom Hofladen. Lasst die labberigen Dinger mit den weichen Enden links liegen. Die Gurkenzeit ist jetzt, im Hochsommer, die Gurken sind dick und prall und warten darauf, von euch zu köstlichen Salaten verarbeitet zu werden.

So ein Gurkensalat passt ja auch zu fast allem. Vor allem aber zu einfachen Kartoffelgerichten (Kartoffelpü, Salzkartoffeln, Pellkartoffeln) und Spiegelei oder paniertem Fischfilet. Dazu ein schönes Glas Weißwein – vielleicht ja den ERBEN Grauburgunder trocken, der passt ideal zur Hausmannskost – und das Abendessen ist gerettet.

Klassischer Gurkensalat mit traditionellem Dill-Dressing

Rezept für 2–4 Portionen

Zutaten

1 schöne, feste Schlangengurke

2–5 Zweige Dill (je nachdem, wie dillig ihr es mögt)

1,5 EL Olivenöl

2 EL Kräuteressig oder weißer Balsamico

1 EL Zucker

1–2 EL Wasser

1 kleine Zwiebel

Salz

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Gurke in dünne Scheiben schneiden oder (viel besser!) hobeln. Mit Salz bestreuen und sanft verkneten; anschließend in ein Sieb geben und dieses über der Spüle oder einer Schüssel ca. 10 Minuten abtropfen lassen. In der Zwischenzeit das Dressing zubereiten.
Dill waschen und trocken schütteln, fein schneiden. Zwiebel in feine Würfel schneiden. Beides mit Öl, Kräuteressig, Wasser, Zucker, wenig Salz (denkt dran, da ist schon welches an der Gurke) und Pfeffer in einem alten Einmachglas mit Deckel kräftig miteinander durchschütteln.

Gurken erneut sanft ausdrücken, aber nicht übertreiben. In eine Schüssel geben, das Dressing darüber gießen und mit üblichem Salatbesteck unterheben.

Sofort servieren! Guten Appetit!

Knaller­-Blattsalate!

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Hallo, ihr Lieben!

Mein Name ist Christina und zu mir gehört der Blog „Feines Gemüse“, auf dem ich seit über fünf Jahren vegetarische und vegane Alltagsrezepte mit meinen Lesern teile. Ich bin 31 Jahre alt und lebe mit Mann und ohne Kinder oder Katzen im schönen Düsseldorf. Für Erben Wein darf ich im Juli Rezepte zu tollen Salaten und Salatsaucen mit euch teilen und ich freu mich total darüber!

Wie man einen richtigen Knaller­-Blattsalat serviert, habe ich von Jamie Oliver gelernt. Das Prinzip ist total simpel, führt aber in jedem Fall zum Erfolg. Es handelt sich um ein 6 ­Komponenten-Baukastensystem, was einfacher ist, als es klingt. Ihr benötigt dafür folgende Zutaten:

  • zarter Salat (z. B. Kopfsalat, Eichblattsalat, Feldsalat)
  • knackiger Salat (z. B. Kopfsalatherzen, Romanasalat, Chicoree)
  • Kräuter (z. B. Schnittlauch, Petersilie, Koriander, Minze, Basilikum)
  • Gemüse (z. B. Zwiebeln, Gurke, Paprika, Karotte, Tomaten, Oliven)
  • Käse (z. B. Feta, Parmesan, Mozzarella)
  • was zum Knuspern on ­top (z. B. geröstete Kerne, Croûtons, gebratene Tofuwürfel)

Wenn ihr nun aus jeder Kategorie mindestens eine Zutat auswählt, steht dem großen Auftritt und vielen „Aaaahs“ und „Oooohs“ nichts mehr im Weg – eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Je häufiger ihr Salat zubereitet, desto sicherer werdet ihr beim Komponieren und wisst eher, was euch zusagt – oder eben auch nicht. Ich mag zum Beispiel gerne den klassischen Griechen: Kopfsalat und Romanasalatherzen, Petersilie, Zwiebeln, Gurke, Tomate, Oliven, viel (viel!) Feta und geröstete Weißbrotwürfel. Dazu ein einfaches Dressing mit Zitrone, Olivenöl – das Rezept stelle ich euch später vor – und fertig.

Auf dem Foto seht ihr einen meiner liebsten Sommersalate, der leicht orientalisch angehaucht ist und durch das Dressing mit Granatapfelsirup sehr frisch schmeckt. Der Clou: Ein paar reife Pfirsichstückchen. Ja, von Obst steht nichts im Baukastensystem, aber es passt hier einfach so wunderbar zum Feta. Der ideale Partysalat; wenn dazu noch Falafel, Hummus und Pita­-Brot serviert wird, steht einem gelungenen Sommerabend nichts mehr im Wege.

Als Weinbegleitung empfehle ich euch den ERBEN INSPIRATION Riesling halbtrocken. Dieser passt durch die leichte Süße sehr gut und unterstreicht die fruchtigen Komponenten im Salat. Ein Pfirsichduft wird einem Riesling klassischerweise auch nachgesagt und darum eignet sich dieser Wein als frischer Begleiter.

Rezept für 2-­4 Portionen

für den Salat

1⁄2 Eichblattsalat (ich habe roten genommen)
1⁄2 Endiviensalat (ersetzt hier die knackige Komponente, weil er so schön bitter ist)

1 Paprikaschote
1 Lauchzwiebel
1 reifer Pfirsich
3 Zweige frische Minze
Tomaten in vielen Farben
100 g echter Feta (aus Schafsmilch)
3 EL Sonnenblumenkerne für das Dressing
25 g Granatapfelsirup
1 EL Olivenöl
1 EL Wasser
1 Prise Kreuzkümmel
15 g Rübensirup

Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Salat putzen, waschen, trockenschleudern – und erstmal beiseite stellen. Lauchzwiebel in dünne Ringe schneiden. Minze waschen, trockenschütteln und die Blättchen in feine Streifen schneiden.
Tomaten waschen und gegebenenfalls vierteln. Paprikaschote und Pfirsich gründlich waschen, entkernen und würfeln. Feta zerbröseln, Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten. Salate, Paprika, Minze und Lauchzwiebel in einer großen Salatschüssel miteinander vermengen. Auf Teller verteilen. Mit Tomaten, Paprika, Pfirsich, Feta und Sonnenblumenkernen nach Wunsch belegen. In ein altes, sauberes Glas mit Schraubdeckel alle Zutaten für das Dressing hineingeben, verschließen und ordentlich schütteln – so vermengt sich alles schnell miteinander.
Über den Salat gießen und sofort servieren.