Tipps vom Profi: Sieben Grillfehler, die es zu vermeiden gilt

Erben Gemeinschaft Blog Gastautorin Anja Auer Die Frau am Grill Foodblogger Award 2018 BBQ & Grill

Erben Gemeinschaft Blog Gastautorin Anja Auer Die Frau am Grill Foodblogger Award 2018 BBQ & GrillBei diesem grandiosen Wetter laufen die Grills besonders am Wochenende auf Hochtouren und es bilden sich allerorts große Rauchwolken. Doch beim Grillen kann so einiges schiefgehen. Damit euer Grillevent wie am Schnürchen läuft, habe ich sieben typische Grillfehler zusammengestellt – und wie ihr sie vermeidet. Von der der Vorbereitung über das Grillen selbst bis hin zur Aufbewahrung gebe ich euch hilfreiche Tipps.

1. Ein schmutziger Grillrost

Ein typischer Grillfehler, der sich mit wenig Aufwand vermeiden lässt, ist ein schmutziger Rost. Klar, wo gehobelt wird, da fallen Späne – das gilt im übertragenen Sinn auch für den Grillrost. Denn ohne Rückstände von Fleisch, Marinade oder Gemüse wird kein Grillrost einen Grillabend überstehen.

Wer diese Rückstände vor dem nächsten Grillen nicht entfernt, kann nicht nur ein Problem mit Bakterien bekommen, das neue Grillgut nimmt außerdem den Geschmack des alten an.

Es bietet sich an, direkt nach dem Grillen, wenn der Grillrost noch heiß ist, mit einer Grillbürste zu reinigen. Zusätzlich empfehle ich euch, vor dem nächsten Grillevent den angeheizten Rost vor dem Auflegen des Grillgutes nochmal zu reinigen. Gerade wenn das Grillgerät unter freiem Himmel aufbewahrt wird, setzen sich dort schnell Insekten oder Staub ab.

2. Zu viel Kohle

Maximale Hitze im ganzen Grill und dann alles auf den Rost werfen – ein aus verschiedenen Gründen gravierender Grillfehler. Zum einen wird Fleisch bei maximaler Hitze außen trocken (schlimmstenfalls sogar schwarz), zum anderen bleibt so kein Platz auf dem Grill, wo das fertige Grillgut „geparkt“ werden kann, bevor es auf den Teller kommt.

Außerdem verschwendet man unnötig Kohle und könnte mit der verbliebenen Hitze nochmal so viel grillen. Sprich: Die totale Geldverschwendung. Wer mit Kohlen grillt, sollte unbedingt nur eine Seite des Grills befeuern und die andere Seite frei lassen.

Schafft euch durch eine geschickte Aufteilung der Glut zwei Zonen: Für indirekte und direkte Hitze. So kann fertiges Grillgut und jenes, das nicht so lange zum Garen braucht (wie zum Beispiel Champignons oder Käse), am Rand der Glut platziert werden.

3. Vom Kühlschrank direkt auf den Grill

Ein typischer Grillfehler, der sich auf den Garprozess auswirkt: Wenn ein Steak aus dem Kühlschrank direkt auf den Grill wandert, wird das Äußere des Steaks ziemlich schnell gegart. Gleichzeitig dauert es aber länger, bis das Steak in der Mitte den gewünschten Gargrad erreicht hat.

Es ist eben ein Unterschied, wie ein Steak auf 58 Grad kommt – ob aus dem Kühlschrank mit einer Kerntemperatur von 8 Grad (oder weniger) oder mit einer Temperatur von 16 bis 18 Grad. Das Äußere des Steaks wird es euch danken.

4. Mit einer Grillgabel ins Fleisch stechen

Ihr solltet niemals mit einer Grillgabel ins Fleisch stechen. Fleischsaft läuft aus, die Einstichstelle trocknet aus und wird zäh.

Wenn das Grillgut bewegt werden muss – etwa weil es gewendet oder in die indirekte Hitze gelegt werden soll – empfehle ich eine Grillzange.

5. Den Garpunkt mit dem Durchschneiden des Fleisches bestimmen

Den Garpunkt solltet ihr auf keinen Fall mit dem Durchschneiden des Fleisches bestimmen, das endet schlimmstenfalls mit einem angestochenen (siehe Grillfehler Nr. 4) und durchgeschnittenen Stück Fleisch, das nach einem kurzen Ausflug auf den Teller wieder zurück auf den Rost wandert.

Um den richtigen Moment zu bestimmen, gibt es nur eine Möglichkeit: Mit dem Fleischthermometer.

6. Flammen mit Bier ersticken

Wenn sich kleine Flammen durch austretendes Fett oder durch den Fettanteil einer Marinade bilden, solltet ihr kein Bier darüber gießen. Damit wird die Hitze der Glut massiv heruntergefahren und Asche aufgewirbelt, die sich auf euch und eurem Essen niederlässt.

Zieht das Fleisch einfach ein wenig zur Seite. Für den Fall, dass ein richtiger Fettbrand eintritt, solltet ihr eine Löschdecke oder einen Feuerlöscher parat haben.

7. Den Grill der Witterung aussetzen

Jeder kennt es: Nach dem Grillen möchte man den Tag oder Abend gemütlich mit der Familie oder seinen Gästen verbringen. Wäre da nicht der Grill, der ungeputzt auf dem Balkon oder im Garten steht. Leider heißt es in diesem Fall nochmal den Allerwertesten zusammenzukneifen, denn:

Ein Grill gehört an einen Ort, an dem er nicht der Witterung ausgesetzt wird. Das Mindeste ist eine Abdeckhaube. Damit verlängert ihr seine Lebensdauer um ein Vielfaches.


Über die Gastautorin 

Anja Auer ist Teil der Jury des ERBEN Foodblogger Awards BBQ & Grill 2018. Sie betreibt mit Die Frau am Grill den größten YouTube-Kanal zum Thema Grillen im deutschsprachigen Raum, der von einer Frau produziert wird. Die meisten ihrer Rezepte gelingen aber nicht nur auf dem Grill, sondern auch auf dem Herd und im Ofen. Weitere Rezepte findet ihr auf ihrem Blog.

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