Weincocktail mit selbstgemachtem Rosmarinsirup

Liebe ERBEN Gemeinschaft,

die Tage werden langsam länger. An manchen hat die Sonne schon richtig Kraft. Endlich.

An solchen Tagen genieße ich den Sonnenuntergang am liebsten draußen im Garten. Der beste Platz zu dieser Jahreszeit ist unterm Birnbaum. Dort stehen zwei gemütliche Sessel und ein kleiner Tisch. Aus dem Rasen luken zahlreiche lila Krokusse und im Vorgarten zeigen sich die ersten Narzissen und die wunderschönen frühen Wildtulpen.

Meistens habe ich vorher ein paar Stunden lang in der Erde gewühlt. Unkraut gejätet, die Beete vorbereitet oder erste Salate gepflanzt. Müde, aber glücklich schaue ich der Sonne beim Untergehen zu. Auf dem Tisch vor mir eine Scheibe Brot mit Käse. In der Hand ein leckeres Getränk. Besser kann ein Tag nicht aufhören. Was meint ihr?

Ich empfehle für laue Frühlingsabende einen Weincocktail mit selbst gemachtem Rosmarinsirup. Und wenn die ganze Familie mit am Tisch sitzt, funktioniert das Rezept auch mit kinderfreundlichem Traubensaft sehr gut.

 

Rosmarin-Sprizz

Zutaten für den Rosmarinsirup:

 

1 Bund Rosmarin

2 Bio-Limetten

300 g Zucker

300 ml Wasser

 

Zutaten für den Cocktail (pro Glas):

 

15 cl trockener Riesling

2–3 cl Rosmarinsirup

3–4 cl Soda

1 Limettenspalte

1 Rosmarinzweig

 

Zubereitung:

Für den Rosmarinsirup Rosmarin abbrausen, trockenschütteln und grob hacken. Limetten heiß abwaschen, trocken reiben. Schale abreiben, Saft auspressen.

Zucker, Limettenschale und -saft, Rosmarin und Wasser in einen Topf mit dickem Boden geben. Unter Rühren zum Kochen bringen und ca. 15 Minuten leicht köcheln lassen.

Sirup vollständig auskühlen lassen, am besten über Nacht. Durch ein feines Sieb in eine fest verschließbare Flasche abseihen. Bis zum Gebrauch kühl lagern.

Für den Cocktail die Limettenspalte ins Glas pressen und hineingeben. Mit Eiswürfeln auffüllen und die anderen Zutaten hinzugeben. Gründlich kaltrühren. Mit einem Rosmarinzweig dekoriert servieren.

Salbeimäuschen – süß oder herzhaft

 

Liebe ERBEN Gemeinschaft,

seit ein paar Jahren wohnt eine Wühlmausgroßfamilie in meinem Garten. Nicht gerade die Art von Mitbewohnern, die man sich so wünscht als Gartenbesitzer. Ich habe schon alles Mögliche probiert, um sie wieder los zu werden. Bislang ohne großen Erfolg. Es gefällt ihnen einfach zu gut bei mir: gesunder, biologisch bearbeiteter Boden, schmackhaftes Biogemüse und jedes Jahr neu gepflanzte leckere Tulpenzwiebeln. Wer will unter diesen Bedingungen denn umziehen?

Das einzig Positive, was sich über die sehr aktiven Wühler sagen lässt – sie hinterlassen einen wunderbaren, tief gelockerten Gartenboden. So fein krieg ich das mit Sauzahn und Grabegabel nicht hin. Trotz Wühlmausbefall hat sich das Kräuterbeet im Vorgarten wunderbar entwickelt und vor allem der Salbeistrauch ist prachtvoll gewachsen. Seine silbrigen Blätter und zarten lila Blüten sind nicht nur schön anzusehen, in Weinteig getaucht und in Fett ausgebacken geben sie einen hervorragenden Snack zu einem Glas Rotwein und ein paar Antipasti ab.

 

Salbeimäuschen in Weinteig

Zutaten für 4–6 Portionen:

1 Bund Salbei

125 ml Weißwein

1 Prise Salz

100 g Mehl

3 EL Mineralwasser

500 ml Öl zum Frittieren

 

Für die herzhafte Variante: gemischte Antipasti

Für die süße Variante: Zimt und Zucker

 

Zubereitung:

Salbei abbrausen, trockenschütteln, Blätter von den groben Stielen abzupfen. Den Blattstiel dran lassen – das ist das Mäuseschwänzchen.

125 ml Weißwein in eine Schüssel geben. Salz und Mehl mit einer Gabel einrühren. Mineralwasser zugeben und verrühren.

Öl in einem Topf erhitzen. Salbeiblätter durch den Teig ziehen. Salbeiblätter sofort im heißen Fett ausbacken, dabei nach ca. 30 Sekunden wenden. Sobald sie zartbraun sind, aus dem Öl nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Für die herzhafte Variante mit gemischten Antipasti servieren. Für süße Salbeimäuschen in Zimt und Zucker wälzen.

Mir hat dazu der Dornfelder Rotwein von Erben sehr gut geschmeckt.

Tipp:

Beim Eintauchen in das heiße Fett halte ich die Salbeiblätter am Stiel solange fest, bis sich der Teig schön aufbläht. Macht man das nicht, sinken sie auf den Boden und kleben dort fest. Das Fett hat übrigens die richtige Temperatur, wenn an einem darin eingetauchten Holzstiel kleine Luftbläschen aufsteigen.

Knäckebrot mit Frischkäse und Kräutern

Liebe ERBEN Gemeinschaft,

ich bin die Gärtnerin im kleinen Horrorgarten. In meinem Garten wächst unter dem Motto „Blumen, Kohl und Rock’n Roll““eine wilde Mischung aus Essbarem und Schönen heran. Nicht immer läuft dort alles so, wie ich es gerne hätte: Der Salat wird von Schnecken gefressen, die Möhren bekommen Besuch von der Möhrenfliege und der Phlox trägt einen weißen Pelz statt rosaroter Blüten.

Trotzdem landet immer genügend Obst und Gemüse in meinem Erntekorb, das irgendwie verarbeitet werden will. Manchmal ist das gar nicht so einfach. Wenn die Zucchinipflanze außer Kontrolle gerät, 8 Meter Karotten vielleicht doch etwas viel waren oder ich einfach nicht so recht weiß, was ich mit der Roten Beete anstellen soll. Und da es bestimmt nicht nur mir so geht, teile ich meine liebsten Rezepte gerne mit den Lesern meines Blogs.

Im März erwacht der Garten so langsam aus dem Winterschlaf. Bis zur ersten Obst- oder Gemüseernte vergehen zwar noch ein paar Wochen, aber frische Kräuter ernte ich rund ums Jahr. In den nächsten Wochen werde ich euch daher mit leckeren Kräuterrezepten erfreuen. Den Anfang macht kreativ belegtes Kräuterknäcke. Ist rapzap fertig. Erzeugt, zusammen mit einem Glas Erben Weißherbst, echte Frühlingsgefühle, selbst wenn die Temperaturen draußen noch nicht mitspielen. Und falls doch – umso besser! Die knusprigen Knäckebrote lassen sich auch beim gemütlichen Gang durch den Garten aus der Hand genießen.

Guten Appetit wünscht schon mal „der kleine horrorgarten“!

 

Knäckebrot mit Frischkäse und Kräutern

Zutaten für zwei Portionen:

½ Bund gemischte Kräuter

8 Scheiben Knäckebrot

½ Pck. Frischkäse

½ Pck. Hüttenkäse

 

Zubereitung:

Kräuter abbrausen, trockenschütteln und gegebenenfalls grob hacken. Vier Knäckebrote mit Frischkäse und vier mit Hüttenkäse bestreichen. Kräuter darauf verteilen. Dazu schmeckt leichter Rose oder ein fruchtiger Weißwein.