All-time-favorite: Gurkensalat

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Liebe ERBEN Gemeinschaft,

es gibt nichts Leckereres als einen Gurkensalat.

Es gibt nichts Heimtückischeres als einen Gurkensalat.

Isso.

Im ersten Moment denkt man: Tja, Gurkensalat, das ist doch keine große Zauberei. Gurke in Scheiben schneiden, Dressing dazu – und fertig gewuppt ist das Ganze.

Leider nein, leider gar nicht.

Eine frische Schlangengurke ist fürchterlich lecker und so herrlich erfrischend, aber sobald man sie zu einem Salat verarbeiten möchte, neigt sie plötzlich zu anstrengender Divenhaftigkeit. Man muss wissen: Eine Gurke besteht zu über 95 % aus Wasser. Weil viele trotzdem einfach drauf los hobeln – und sich nicht, wie die Lebensmittelindustrie, mit Chemie behelfen –, ist Gurkensalat häufig eine fade, suppige, geschmacksarme Angelegenheit. Wenn man es richtig machen will, hat man also zwei Möglichkeiten:

  1. Man entfernt das Kerngehäuse der Gurke (also den inneren, weichen Teil).
  2. Man knetet etwas Salz in die Gurkenscheiben – das entwässert – und gießt das Wasser anschließend ab.

Ich bin da immer etwas unentschieden. Lösung 1 produziert Abfall, wenn man den inneren Teil nicht essen mag, Lösung 2 ist etwas umständlich. Ich entscheide also je nach Laune.

Wo ich aber nicht, nie und niemals mit mir reden lasse: Das Dill-Dressing! Dill und Gurke passen einfach zusammen wie nichts anderes.

Am allerallerallerwichtigsten ist jedoch, dass ihr eine wirklich gute Gurke kauft. Am besten aus dem eigenen Garten oder vom Hofladen. Lasst die labberigen Dinger mit den weichen Enden links liegen. Die Gurkenzeit ist jetzt, im Hochsommer, die Gurken sind dick und prall und warten darauf, von euch zu köstlichen Salaten verarbeitet zu werden.

So ein Gurkensalat passt ja auch zu fast allem. Vor allem aber zu einfachen Kartoffelgerichten (Kartoffelpü, Salzkartoffeln, Pellkartoffeln) und Spiegelei oder paniertem Fischfilet. Dazu ein schönes Glas Weißwein – vielleicht ja den ERBEN Grauburgunder trocken, der passt ideal zur Hausmannskost – und das Abendessen ist gerettet.

Klassischer Gurkensalat mit traditionellem Dill-Dressing

Rezept für 2–4 Portionen

Zutaten

1 schöne, feste Schlangengurke

2–5 Zweige Dill (je nachdem, wie dillig ihr es mögt)

1,5 EL Olivenöl

2 EL Kräuteressig oder weißer Balsamico

1 EL Zucker

1–2 EL Wasser

1 kleine Zwiebel

Salz

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Gurke in dünne Scheiben schneiden oder (viel besser!) hobeln. Mit Salz bestreuen und sanft verkneten; anschließend in ein Sieb geben und dieses über der Spüle oder einer Schüssel ca. 10 Minuten abtropfen lassen. In der Zwischenzeit das Dressing zubereiten.
Dill waschen und trocken schütteln, fein schneiden. Zwiebel in feine Würfel schneiden. Beides mit Öl, Kräuteressig, Wasser, Zucker, wenig Salz (denkt dran, da ist schon welches an der Gurke) und Pfeffer in einem alten Einmachglas mit Deckel kräftig miteinander durchschütteln.

Gurken erneut sanft ausdrücken, aber nicht übertreiben. In eine Schüssel geben, das Dressing darüber gießen und mit üblichem Salatbesteck unterheben.

Sofort servieren! Guten Appetit!

Über Christina

Jeden Monat laden wir einen Foodblogger ein, in unserem ERBEN Blog seine besondere Leidenschaft für ein Food-Thema mit uns zu teilen.

Im Juli versorgt uns Christina Holländer mit tollen Rezeptideen rund um das Thema Sommersalat & seine Saucen. Seit 2011 bloggt sie bereits mit anhaltender Begeisterung und begeistert ihre Fans mit vielfältigen vegetarischen Rezeptideen. Sie leibt alles was im Boden, in Beeten, auf Sträuchern und Bäumen wächst, reist unheimlich gerne und ist immer auf der Suche nach neuen kulinarischen Entdeckungen.

Wir freuen uns auf deine Beiträge, liebe Christina!

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