Wie ich zum Genussentdecker wurde …

Vergangenes Wochenende durfte ich, wie ihr der Überschrift schon entnehmen könnt, ein Genussentdecker-Seminar besuchen. Unter diesem Titel kann man sich viel oder gar nichts vorstellen, doch es ist eigentlich ganz einfach.

Diejenigen von euch, die im letzten Jahr unser Erben Winzerfest besucht haben, wissen vielleicht, wovon die Rede ist. Es geht um das geschmackliche Zusammenspiel von Wein und Essen, auch bekannt unter dem Begriff „Foodpairing“.

Das Genussentdecker-Seminar wird von der IHK im Gastronomischen Bildungszentrum in Koblenz angeboten. Durch das Programm führen super qualifizierte und kompetente Menschen. Alles wird sehr ausführlich und verständlich erklärt.

Ich war sehr erstaunt darüber, dass nur wenige Leute aus der Weinbranche da waren. Bei den meisten handelte es sich um Weintrinker aus Leidenschaft, die das Seminar als Weihnachtsgeschenk bekommen haben. Nur wenige Teilnehmer beschäftigen sich auch beruflich mit Wein bzw. mit Essen.

Mit schwarzen Gläsern, wie ihr sie aus dem Erben Impulspack kennt, sollten wir zunächst unsere Nase testen. In jedem der 12 Gläser waren unterschiedliche Lebensmittel enthalten. Von Obst und Gemüse, über Brot und Honig, bis hin zu Gummibärchen und Karamell war alles mit dabei. Dabei sollten wir herausfinden was in den Gläsern versteckt war und dann aufschreiben. Als das Ergebnis aufgedeckt wurde, waren wir bei manchen Gläsern sehr verwundert und überrascht. Man kann es sich nicht vorstellen, wie schwierig es ist, nur mit dem Geruchssinn herauszufinden, was in den Gläsern ist.

Nun ging es zum eigentlichen Foodpairing. Zum Einstieg probierten wir zunächst verschiedene Arten von Zucker. Vom Zucker schritten wir dann zum richtigen Menü. Als Vorspeise wurden uns drei verschiedene Sorten Salat und zwei passende Dressings serviert. Dazu wurden drei Weine ausgeschenkt. Ich war total erstaunt, wie sich der Geschmack des Weins durch die unterschiedlichen Arten von Salat und Dressing verändert! Auch unsere Erben Spätlese hatte hier ihren großen Auftritt. Unser Klassiker passte hervorragend zum Feldsalat und der Vinaigrette. Alle waren begeistert, wie gut dieser Wein zum Salat schmeckte. Ich war bisher immer davon ausgegangen, das die Spätlese nur zu Desserts passt.

Danach gingen wir über zum Gemüse, hier wieder der gleiche Vorgang. Drei verschiedene Sorten Gemüse, drei unterschiedliche Weine und mehrere Utensilien für die Geschmacksveränderung wie Zitronen, Salz, Butter und Öl.

Weiter ging es mit Lachs. Der leckere Fisch wurde uns in vier Variationen aufgetischt – gebraten, roh, gebeizt und geräuchert. Dazu wurden wieder unterschiedliche Weinsorten und die Utensilien gereicht.

Schließlich sind wir dann beim Hauptgericht angelangt, dem Fleisch. Hier wurden uns gekochtes und angebratenes Rindfleisch sowie Geflügel serviert. Es stellte sich heraus, dass es nicht immer ein Rotwein zu dunklem Fleisch sein muss. Auch ein Weißwein verleiht dem Rindfleisch tolle Akzente. Bei diesem Gang wurde auch unser Erben Dornfelder Barrique ausgeschenkt, auch dieser Wein kam super an und passte hervorragend zum gekochten Rindfleisch.

Zum Abschluss war nun der Käse an der Reihe. Auch hier die gleiche Erkenntnis wie beim Rindfleisch. Es muss nicht immer Rotwein sein! Die Leiterin des Seminars teilte uns mit, dass Weißweine eigentlich viel besser mit so manchem Käse harmonieren.

Zu guter Letzt dann das Dessert. Für mich persönlich der Lieblingsgang. Mango, Ananas, Vanilleeis, Sahne und ein schmackhaftes Schokoküchlein.

Am Ende des Tages haben wir alle sehr viel über Wein, Essen und unseren eigenen Körper gelernt. Dass jeder Mensch einen individuellen Geschmackssinn hat und dadurch bestimmte Speisen in Kombination mit Weinen komplett anders wahrnimmt.

Ich kann dieses Seminar wirklich nur wärmstens weiterempfehlen. Es ist ein Fest für Leute, die wirklich an Wein oder Essen interessiert sind. Ihr werdet dort euren Spaß haben und zusätzlich noch etwas dabei lernen. Der nächste Termin für das Genussentdecker-Seminar findet im Oktober statt. Weitere Infos findet ihr hier auf dieser Website.

Wenn ich mich jetzt an den Herd stelle, gehe ich ganz anders an die Sache ran wie zuvor. Man riecht, schmeckt und probiert mit anderen Überlegungen.

Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte! Ich habe sehr viel Wissen mitnehmen können und werde versuchen, meine neu erworbenen Kenntnisse in den Weinempfehlungen in unserem Erben Rezeptbuch weiterzugeben.

alle Weine die wir probieren durften.

Quelle: Gastronomisches Bildungszentrum Koblenz – alle Weine die wir probieren durften.

 

 

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